Donnerstag, 19. Juli 2012

Warten bist ein reicher Prinz vom Himmel fällt


Ja, ein bisschen glaube ich daran. Wo wäre denn auch das Problem? Folgende Situation: Du sitzt gelangweilt am Schreibtisch, draußen Regenwetter, drinnen dicke Luft, rauchender Kopf. Unileben. Und dann ein erschreckender Knall, Nebel, Rauch und da steht er, der Mann deiner Träume. Vor dir steht ein Bild von einem Mann, mehr als vom dem du jemals geträumt hast. Bekleidet mit einer lässigen Jeans und einem schicken Hemd, durchtrainierter Köper, Selbstbewusstsein gepaart mit sexieness. In den Augen funkelt das Feuer der Leidenschaft, mit einer Brise Arroganz. So sieht er aus der Mann meiner Träume und diese Vorstellung ist und bleibt eine Illusion, ein Traum und Träume sind schäume. Das wahre leben ist wesentlich rationaler. Du gehst aus triffst Männer lernst sie kennen und entweder sie entfachen ein Feuer in dir, oder zeigen dir nur wie sinnlos es wieder einmal war, dich mit ihnen zu treffen. Die erste Problematik die ich immer wieder am eigenen Körper erfahre ist das Thema Aussehen. Natürlich werde ich in Clubs von Männern angesprochen, auf der Tanzfläche an der Bar, selbst beim warten auf Toilette. Doch dann kommt bei mir die Frage auf, ob diese Männer sich jemals im Spiegel angeschaut haben. Verzerrt Alkohol jegliche Selbstwarnehmung? Oder glauben diese Männer ernsthaft eine Chancen zu haben. Mit einer Abfuhr könne diese, meines Anscheins auch sehr gut leben...Doch was ist die Konsequenz daraus? Dazu später. Ist die erste Hürde des Aussehens genommen. Ist man nicht vollkommen durch Aussehen und Verhalten abgeschreckt, geht es in die zweite Runde. Charaktercheck. Ziemlich schnell werden Werte und Norme, Einstellungen, Bildungsgrad und Kulturelles Interesse abgescannt. Schafft es der Mann, sich interessant zu machen? Gibt er alles von sich preis? Bleib eine gewisse Spannung unerreichbar zu sein. Fesseln mich bedachte Aussagen, überlegt Gesten an das Gespräch? Können meine Augen nicht von seinen Lippen lassen, saugen jedes Wort auf wie den letzen schluck Wasser? Schmeicheln mich Komplimente und bringen mich Witz und Charme zum lachen? Hier bleibt die Antwort nicht lange ausstehend. Er ist es. Ich bin fasziniert von seinem Aussehen von seinem Charakter. Anfänglich Zweifel über Aussehen sind nach diesem Gespräch wie weggeblasen. Alles scheint perfekt. Kein Ring am Finger, sein Interesse spürbar, auch er geniest die traute Zweisamkeit, alles um uns herum ist vergessen, machtlos, gegen das was in unseren Körpern geschieht. Laute Musik im Club, so leise und sanft wie die Melodien von Vivaldi. Doch einfach hinnehmen und Genießen? Für Frauen undenkbar. Denn es gehört mehr dazu als nur verzaubert zu sein, vom Augeblick. Scheidet der Mann nicht schon zu beginn durch Fehlverhalten, überkonsum  von Alkohol aus, so ist hier noch mal eine große Hürde zu bewältigen. Denn nicht das kurze Interesse, sondern die Leidenschaft über Jahre hinweg ist das Ziel einer Beziehung. Doch ist dies in unserer Gesellschaft überhaupt noch möglich? Die Realität sieht oft anderes aus. Jeder glaubt noch etwas besseres zu finden, nach einer Krise wird direkt das Handtuch geworfen, jegliche Werte und Normen vergessen. Nur in Märchen endet die Geschichte mit einem langen Kuss, alle sind Glücklich und leben bis an ihr Lebensende. Aber nein, so einfach ist es nicht. Das wissen wir auch nicht von unserem Prinz, der plötzlich durch einen Knall in unser Zimmer fällt.

3 Kommentare:

  1. wahre Worte! Willkommen in der Bloggerwelt und viel Erfolg :)

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  2. In deinem Fall ist es wohl eher der Prinz, der nicht geneigt ist den Frosch zu küssen.

    Cheers

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  3. Das Gegenstück - Die Traumfrau:
    Auch Männer glauben noch daran… an die Traumfrau, die „EINE“ zu erobern und sich zu binden. Wenn er Sie sieht, auf der Straße, im Club oder im Cafe, dann weiß er es instinktiv, diese Frau muss er kennenlernen. Sie raubt ihm den Atem, er ist fasziniert von ihrer Aura. Aber in der heutigen Gesellschaft ist das gar kein leichtes Unterfangen, ist es doch im Zeitalter der permanenten Reizüberflutung, der ständigen Verfügbarkeit, des Internets, des anonymen Flirtens über selbiges, eine oberflächliche Beziehung ohne große Mühe zu beginnen oder zu beenden. Kein Wunder dass sogenannte Online Singlebörsen und Flirtcoaches bares Geld verdienen. Woher soll der Prinz von heute denn noch wissen wie man eine Frau erobert, was Frau will? Richtig, viele wissen es einfach schlichtweg nicht mehr, sind anders erzogen, haben andere Werte kennengelernt… Manch einer muss sich dann Mut antrinken um eine Frau außerhalb des Netzes anzusprechen, ob sie mit dieser Methode erfolgreich sind sei mal dahingestellt, wahrscheinlich aber eher nicht. Auf der anderen Seite gibt es noch die Player, die Aufreiser, die einfach nur ne schnelle Nummer suchen, sie haben meist das nötige Selbstvertrauen und Aussehen um erfolgreich bei Frauen zu landen, aber eine Frau merkt sehr schnell welches Interesse ein Mann verfolgt und sobald sie merkt er will nur das eine, wird sie sich entscheiden ob sie diese Nacht „Spaß“ will oder ihn abblitzen lässt weil sie was ernstes sucht. Eben in dieser schnelllebigen Zeit und der Vielzahl von Blendern ist es verständlich dass Frauen Vorsicht walten lassen und skeptisch jedem Flirt gegenüberstehen. Es wird sich nicht mehr die Zeit genommen sich richtig kennen zu lernen, um auch die Macken des anderen lieben zu lernen, vielmehr wird heute sobald man eine Macke am Partner entdeckt nach einem adäquaten Ersatz gesucht der diese Macke nicht hat. Er wird einfach gegen ein vermeintlich „Besseres“ Modell eingetauscht. Oft kommt dann das böse erwachen, dass das „bessere Modell“ aber andere Macken, die noch schlimmer wahrgenommen werden, hat und auch diese Person wieder auf das Abstellgleis befördert wird. Ich stehe in der Disco gerne etwas am Rand, etwas abseits der Tanzfläche und beobachte das Verhalten der Paarungswilligen Meute auf der Tanzfläche und an der Bar, man sieht immer die gleichen vermeintlichen „Fehler“ die gemacht werden. Ganz vorne, eben die Männer die so betrunken sind, dass sie alles was nicht schnell genug flüchten kann anmachen und denken sie wären die tollsten. Aber auch manche Frauen verhalten sich so, ich wurde schon von so mancher stark angetrunkenen Frau angemacht und hätte leichtes Spiel gehabt sie ins Bett zu bekommen. Das ist aber nicht „DIE“ Frau die ein Prinz will, wo bleibt die Spannung, das „Spiel“ des Werbens, das Erobern seiner angebeteten? Das ist das was ein Prinz sucht, das leidenschaftliche Spiel der Liebe, findet er es steht er plötzlich mit einem Knall im Zimmer seiner Prinzessin…

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